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4.4.4.1 - Umwelt, Energie, Natur und Ernährung |
www.recherchieren.org: Die Informationsplattform 4.4.4 |
letzte Änderung: 2006-11-26 |
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4.4.4.1 - Umwelt, Energie, Natur und Ernährung |
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Dies wird eine vergleichsweise kleine Seite sein: Die Themenfelder sind in den Medien bereits sehr gut besetzt, und Journalisten, die sich dieser Probleme annehmen, haben bereits ihre funktionstüchtigen Informationsstrukturen.
Die Seite 4.4.4.1 richtet sich daher vorzugsweise an jene, die in diese Felder einsteigen wollen. Da es just zu diesen Problemfeldern sehr viele andere Initiativen und Informationsplattformen gibt, soll hier genau darauf verwiesen werden. Spezialisten „pflegen“ ihre eigenen Bereiche sehr viel besser und regelmäßiger als dies andere – beispielsweise wir – tun können.
Das Thema Umwelt, Natur und Energie wurde Ende der 70er Jahre von den Grünen besetzt, d.h. öffentlich gemacht und öffentlich diskutiert. Medien wie die „taz, die tageszeitung“ waren die Vorreiter dieser Bewegung. Erst später gerieten Reizworte wie „Saurer Regen“ und „Waldsterben“ in die Wahrnehmung auch der anderen Medien. DER SPIEGEL hatte dies erstmals 1981 zur Titelgeschichte erhoben – lange nachdem die taz darüber regelmäßig berichtet hatte. Für die Bild-Zeitung war dies erst 1983 ein Thema.
Als die Grünen erstmals Landtagssitze erobern konnten und dann 1983 auch in den Bundestag eingezogen waren – zu diesem Zeitpunkt hatte die CDU/FDP unter ihrem neuen Kanzler Helmut KOHL die bis dahin amtierende Sozialliberale Koalition (SPD/FDP) unter Helmut SCHMIDT abgelöst – begann die Politik zu reagieren: CDU und FDP installierten ein neues „Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“ (BMU). Einer der ersten Vertreter war Klaus TOEPFER, CDU, der heute in UNO-Funktion weltweit unterwegs ist.
Vorfälle und Umweltkatastrophen wie „Seveso“ in Italien 1976 (Fa. ICMESA, Tochter des Schweizer Pharmaunternehmens Hoffmann la Roche, Basel), die Bophal-Explosion 1984 in Indien (Union-Carbide-Konzern, USA) oder der große GAU („Größter anzunehmender Unfall“) Tschernobyl am 26.4.1986 haben auch der breiten Mehrheit der Bevölkerung die Bedeutung einer intakten Umwelt deutlich gemacht. Wie sensibel man inzwischen in Deutschland auf solche Probleme reagiert bzw. umgekehrt wie wichtig solche Fragen für immer mehr Menschen werden, kann man an der letzten Wahl zum Bundestag 2002 festmachen. ‚Werbeslogans‘ bzw. politische Programme wie „Die neue Ess-Klasse“ verkörpern ein neues Denken: „S“-Klasse vor allem für die wirklich wichtigen Lebensbereiche und dies für die breite Mehrheit der Menschen – nicht als Luxusprodukt für eine kleine Oberschicht.
Zu den allerersten, die „Umwelt“ und „Natur“ nicht nur diskutierten, sondern die auch agierten, gehört Greenpeace. Diese inzwischen ‚große‘ Initiative bzw. Nichtregierungs- bzw. Nichtlobbyisten-Organisation ist in ihrer fachlichen Kompetenz längst weltweit anerkannt. Als Experten auf mehreren Themenfeldern werden Greenpeace-Mitglieder inzwischen auch in die politische Entscheidungsbildung mit einbezogen. Im Kapitel 3.8.4 auf dieser Website ist ein solches Beispiel dokumentiert (Giftmüll). Der Server von Greenpeace und die dort bereit liegenden Informationen sollte daher eine der ersten Anlaufadressen sein: |
Die Grüne Liga e.V., die eine Art Dach für grüne Initiativen und Bürgerbewegungen darstellt, hält eine umfangreiche Linksammlung bereit: |
Gleiches gilt für den BBU – Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V., Bonn: |
Zu den von der Basis getragenen Umweltinitiativen gehört auch der B.U.N.D.: |
Zu den unverzichtbaren Adressen zählt seit vielen, vielen Jahren das (staatliche) Umweltbundesamt (UBA) in Berlin, das sich unter seinem Präsidenten, Andreas TROGE, vormals regelmäßig mit seinen umweltpolitischen Vorstellungen und Empfehlungen von der offiziellen Umweltpolitik der vor 1998 regierenden Bundesregierung abgehoben hatte (z.B. Dosenpfand, Ökosteuer). Die Linkliste dieser Institution gehört zu den umfangreichsten dieser Art. Außerdem arbeiten dort viele engagierte Fachleute, Wissenschaftler und Experten. Telefonnummern der Pressestelle: 030 – 89 03 und dann die Durchwahlziffern – 2226, - 2250, - 2208, - 2215. Im Netz: |
Umweltbundesamt, Berlin, gibt in Kooperation mit dem Verlag Clemens Hölter GmbH in 42781 Haan eine CD-ROM heraus: „Ökobase Umweltatlas“. 2002 ist die neueste Version 5.0 erschienen. Sie kostet 16 € und beinhaltet ein geographisches Informationssystem, mit dem umweltschutzrelevante Daten mit beliebigen Regionen, Orten und Städten verknüpft werden können: Abwasserbehandlungsanlagen, Infos über Badegewässer, Gewässergüte, Klimakarten und Luftbelastungindex, Müllverbrennungsanlagen und vieles andere mehr. Die CD-ROM wird regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Bestelladresse über |
Relevante Links finden sich auch bei |
Links und Zugang zu Datenbanken sind möglich über das Bundesamt für Verbraucherschutz: |
Im Bereich von Wissenschaft und Forschung, die sich auf diesen Feldern nicht nur an Hochschulen abspielt, sei beispielsweise auf das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung – IÖW in Berlin hingewiesen. Es unterhält Regionalbüros in Wuppertal, Heidelberg und Hannover: |
Der Wissenschaftliche Beirat beim BMVEL (Bundesministerium für Verbarucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft) zählt ebenfalls zu den relevanten Ansprechpartnern. Er betreibt selbst aktive Informationspolitik. Erreichbar über das BMVEL: |
Einer, der früher in diesen Bereichen journalistisch gearbeitet hat, jetzt aber ‚ausgestiegen‘ ist und statt dessen einen Fachverlag und Umweltversand betreibt, ist Matthias BAERENS in Schwerin. Von ihm (und Ulrich von ARNSWALD) stammt das Buch „Die Müll-Connection. Entsorger und ihre Geschäfte“, das 1993 im C.H.Beck Verlag, München erschienen ist. BAERENS kennt sich besonders in den Bereichen Abfallwirtschaft und Müll aus. Neuerdings hat er sich auf ökologischen Landbau konzentriert. Er steht für Auskünfte und Hilfestellung bereit unter |
Sein Versand hat inzwischen rd. 900 Fachbuchtitel im Angebot und gilt als größtes Sortiment zum Stichwort ökologischer Landbau. Den jährlich neu erscheinenden Katalog stellt eine eigene Redaktion zusammen: |
Zum Thema Ernährung, ökologische Landwirtschaft muss man inzwischen natürlich auch die Website des „Verbraucherministeriums“ (Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft – BMVEL) in Berlin aufrufen. Dort liegen ebenfalls viele Adressen, Hinweise und Links bereit: |
Zum Problem "Nitrofen" hatte die Ministerin Renate KÜNAST im Juni 2002 eine Grafik veröffentlicht, die wir hier mit freundlicher Genehmigung des BMVEL präsentieren können. Sie rekonstruiert einerseits die Wege der Lieferkette, zum anderen die Wege, die die Informationen über das Problem (nicht) genommen haben. Die Grafik soll als Beispiel dafür stehen, wie man solche Zusammenhänge nicht nur beim Recherchieren und Dokumentieren besser erfassen, sprich überblicken kann, sondern wie man derlei Abläufe auch visualisieren könnte, z.B. für die Leser oder Zuschauer. Die durchgezogenen Pfeile repräsentieren die Belieferungskette, die gestrichelten Linien beziehen sich auf die Informationswege.
Hier kann die Grafik aufgerufen und downgeloaded werden (pdf-file, 150 KB): |
Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Lebensmittelsektor, d.h. Ernährungsfragen, Herkunftsnachweisen, Produktionstechniken, Zutaten, Schadstoffen, Folgewirkungen usw., hat sich die im Oktober 2002 gegründete NGO „foodwatch“ |
vorgenommen. Die als gemeinnützig anerkannte Bürgerorganisation (eingetragener Verein), finanziert sich aus inzwischen über 4.000 Fördermitgliedern und ganz bewußt nicht mittels öffentlicher Förderung oder via Sponsoring. Initiator und Geschäftsführer ist der ehemalige Greenpeace-Chef Thilo BODE.
Eine der ersten Aktivitäten waren/sind exakte Hintergrundrecherchen zum Nitrofen-Skandal, die foodwatch im Internet dokumentiert. Einen Überblick bietet die Website
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| Die Beteiligungsstrukturen, persönlichen Verflechtungen und die Warenströme sind in einer pdf-Datei dokumentiert, die sehr viel ausführlicher und präziser die Verantwortlichkeiten offenlegt, als dies in der seinerzeitigen grafischen Darstellung des Verbraucherministeriums geschehen ist: |
foodwatch hat seinen Sitz in Berlin, Tel: 030 – 24 04 76 – 0. Ansprechpartner für Strategie- und Recherchefragen ist dort Matthias WOLFSCHMIDT – 18.
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Weitere Adressen zur Fragen der Ernährung & Ökologie:
Stiftung Warentest: |
Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL): |
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