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4.4.4.4 - Bauen und Wohnen, Raum- und Stadtplanung

www.recherchieren.org: Die Informationsplattform 4.4.4
letzte Änderung: 2006-11-26

4.4.4.4 - Bauen und Wohnen, Raum- und Stadtplanung


Für Stichworte rund um das Thema Wohnen und Miete ist die Adresse des Deutschen Mieterbundes (DMB) erste Wahl. Die Dachorganisation sitzt in Berlin (030 – 223 23 – 0) und ‚beherbergt‘ rund 350 lokale bzw. regionale Mietervereine. Die meisten dieser Vereine verstehen sich vor allem als Mieterschutz-Organisation und beschäftigen sich mit rechtlichen Fragen. Einige denken auch weiter und begreifen das Thema Wohnen und Miete auch als politische Aufgabe (Mietrechtsentwicklung, Kosten und Preise, Regulierung versus De-Regulierung des Wohnungsmarktes, öffentlich geförderter Wohnungsbau und Subventionspraxis usw.). Langjährige Praxis ist es, dass ein ausgewiesenes Bundestagsmitglied der SPD-Fraktion das Präsidentenamt inne hat. Derzeit ist dies Anke FUCHS. Der DMB hat die URL, über die sich auch die regionale Vereine finden lassen (ansonsten unter der Telefonnummer 01805 – 835 835):
www.mieterbund.de


Unter ''www.mieterverein-STADTNAME.de'' findet man meist die lokalen Vereine des DMB im Netz. Beispiel: Berliner Mieterverein (150.000 Mitglieder!):
www.mieterverein-berlin.de


Daneben gibt es den Mieterschutzbund aus Düsseldorf, der auf gleichem Feld agiert, aber von der Mitgliederzahl her gesehen kleiner ist. Erreichbar unter
www.mieterschutzbund.com


In Berlin agiert auch noch der „Mieterschutzbund Berlin“:
www.mieterschutzbund-berlin.de


Für rechtliche Fragen gibt es im Bundesjustizministerium eine eigene Abteilung. Außerdem natürlich auch im „Wohnungbauministerium“. Beide sind für diese Fragen zuständig, wobei das Justizministerium mehr die rechtliche Verbraucherseite im Visier hat und das Bauministerium mehr die Wohnungsbaupolitik und die finanzielle Mietenpolitik (z.B. Objekt- versus Subjektförderung). Das „Wohnungsbauministerium“ heißt von Legislaturperiode zu Legislaturperiode immer ein wenig anders (vormals mit Raumplanung und Städtebau kombiniert) und z.Zt. (noch):„Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen“. Adresse:
www.bmvbw.de


Auf der Website des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen gibt es eine ausführliche Linkliste zu wichtigen Behörden und Institutionen sowie Downloads von wichtigen Gesetzen (z.B. Baugesetzbuch) und sonstigen Informationen.


Eine wichtige Institution ist das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung mit Sitz in Bonn, das sich einerseits für die Bundesbauten zuständig ist, auf der anderen Seite, und dies ist jetzt von journalistischem Interesse, Forschung betreibt auf den Feldern Raumordnung, Städtebau, Wohnungswesen, Bauwesen. Das Bundesamt verfügt über umfangreiche Datenbanken und Informationen und unterhält auf der Website auch eine interessante Link-Sammlung, so z.B. die Plattform
www.werkstatt-stadt.de
auf der herausragende Beispiele aus der Stadtplanung und dem Programm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ vorgestellt werden. Adresse des Bundesamtes im Netz:
www.bbr.bund.de


Im Bereich von Wissenschaft und Forschung gibt es unzählige Ansprechpartner – es gibt wenig Wissenschaftbereiche, in denen derart engagierte Forscher und Kritiker sitzen wie in den Themenfeldern Stadt- und Regionalplanung, Wohnungswesen usw., was u.a. damit zu tun hat, dass die Wirtschaftsbranchen (z.B. Bau und nachgelagerte Industrien), die Großindustrien und so genannte Investoren bei Politikern meist mehr Einfluss haben als die normalen Menschen, die nur Mieter sind und nur alle vier Jahre wählen (dürfen), wohingegen sich die finanzkräftigen Wirtschaftsbereiche oft und gerne auch erkenntlich zeigen (können und wollen), und dies regelmäßig, wenn es sein muß. Entsprechend ergiebig ist dieses Forschungsfeld, das sich auch mit den Begriffen ‚Spekulation und Wertsteigerungsgewinne‘, ‚abgehobene Entwicklungsplanung versus Lebenbedürfnisse der Ein- und Anwohner‘, 'Geschossflächenziffer versus Freiflächen', ‚Ziel- und Interessenskonflikte‘ sowie ‚unterschiedliche Durchsetzungsfähigkeit von Investoren versus Bürger‘ umschreiben lässt.

Probleme aus den Bereichen Raum- und Stadplanung, Ansiedlung und Ausweis von Gewerbeflächen, Umwidmung von billigem Ackerland in „Bauland“ oder die Aufstellung von Bebauungsplänen sowie Abriss angeblich unnützer Gebäude usw. sind vermutlich jedem aus dem eigenen Umfeld bekannt. Hier genügt es im Zweifel, bei der nächsten Hochschule anzurufen, die diese Themenfelder abdeckt.

Zu den bekannteren Instituten gehört z.B. das Institut für Raumplanung an der Uni Dortmund (IRPUD), das heute von Prof. Dr. Ing. Michael WEGENER geleitet wird. Dort könnte man sich beispielsweise nach Hochschulen oder ähnlichen Instituten in der eigenen Region erkundigen:
www.raumplanung.uni-dortmund.de/irpud/


Der Uni Köln angegliedert ist das Klaus Novy Institut (KNI), das „Brücken zwischen Forschung und Praxis“ bauen und nicht „auf der Ebene der Grundlagenforschung“ stehen bleiben will. Die Arbeitsbereiche: 1) Wohnen und Stadt, 2) Soziale Nachhaltigkeit, 3) Arbeit und Umwelt. Das Institut hält auf seiner Website eine dazu interessante Linkliste bereit:
www.kni.de


Was die Umsetzung von neuen Formen des Wohnens und Miteinander Lebens anbelangt, so gilt der Wohnbund e.V. – Verband zur Förderung wohnungspolitischer Initiativen als relevante Anlaufstelle. Er sitzt in München und kümmert sich um innovative Wohnprojekte sowie sozialkritische Ansätze im Bereich von Bauen und Wohnen:
www.wohnbund.de


Alle Fragen rund um das Genossenschaftwesen kann z.B. das Genossenschaftsforum Berlin beantworten, das sich auch als zentrale Dokumentationsstelle deutschlandweit versteht. Genossenschaften sind im Prinzip rechtlich organisiert wie Vereine. Allerdings gibt es hier einige interessante Spielregeln mehr: so ist z.B. erstens das Stimmrecht der Genossen beschränkt, so dass im Gegensatz zu Aktiengesellschaften oder anderen Rechtsformen oder etwa wie im so genannten Wohneigentum (Wohneigentumsgesetz) niemand eine Mehrheitsposition für sich alleine aufbauen kann. Zum Zweiten ist keinerlei Spekulation mit dem Genossenschaftsvermögen (z.B. Grundstücke, Häuser, Wohnungen usw.) möglich – die Vermögensgegenstände verbleiben immer im Besitz der Genossenschaft selber und niemand kann andere mit ökonomischen Verwertungszwängen unter Druck setzen.
Tel: 030 – 302 38 24 oder im Netz unter
www.berliner-genossenschaftsforum.de


Wer sich für Selbsthilfe, Eigenleistungen („Muskelhypothek“) beim Wohnungsbau interessiert, findet Ansprechpartner nicht nur beim Wohnbund, der Bundesarchitektenkammer oder den sonstigen Architektenverbänden (Bund Deutscher Architekten, Vereinigung Freischaffender Architekten, Bund Deutscher Baumeister, Architekten u. Ingenieure)
und vielen Architekturbüros, sondern auch beim Verband Europäischer Selbstbau-Partner e.V, der in 53797 Lohmar bei Bonn domiziliert:
www.bau.de/free/ves.html



Zur Gruppe so genannter Schutzgemeinschaften zählen deutschlandweit mehrere Initiativen:

Verband privater Bauherren. Motto: „Expertenrat für Bauherren und Käufern von Häusern und Wohnungen“:
www.vpb.de


Gemeinnützige Schutzgemeinschaft gegen unlautere Baufinanzierung. Vorsitzender ist Dieter PEGLOW, Berlin: 030 – 805 14 11. Diese Initiative unterhält keine Website.

VSHW – Verein zum Schutz der Haus- und Wohnungskäufer:
www.vshw.de